Read Die ganze Geschichte: Meine Auseinandersetzung mit Europas Establishment by Yanis Varoufakis Online

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Als griechischer Finanzminister lste Varoufakis eine der spektakulrsten und kontroversesten Auseinandersetzungen der jngsten politischen Geschichte aus, als er versuchte, die Beziehung seines Landes mit der EU neu zu verhandeln Trotz der massenhaften Untersttzung seitens der griechischen Bevlkerung und der bestechend einfachen Logik seiner Argumente dass die gigantischen Kredite und die damit verbundene Sparpolitik, die seinem bankrotten Land aufgezwungen wurden, eine zerstrerische Wirkung haben hatte Varoufakis nur in einem Erfolg Europas politisches und mediales Establishment in Rage zu versetzen Aber die wahre Geschichte der damaligen Geschehnisse ist beinahe unbekannt, weil so vieles in der EU hinter verschlossenen Tren stattfindet In diesem couragierten Bericht deckt Varoufakis alles auf und erzhlt die ganze Geschichte von waghalsiger Politik, von Heuchelei, Betrug und Verrat, die das Establishment in den Grundfesten erschttern wird.Dieses Buch ist ein Weckruf, die europische Demokratie zu erneuern, bevor es zu spt ist....

Title : Die ganze Geschichte: Meine Auseinandersetzung mit Europas Establishment
Author :
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ISBN : B06ZZ6GBZQ
ISBN13 : -
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : Verlag Antje Kunstmann GmbH Auflage 5 20 September 2017
Number of Pages : 489 Pages
File Size : 697 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Die ganze Geschichte: Meine Auseinandersetzung mit Europas Establishment Reviews

  • Joseas
    2019-02-23 08:23

    Lesen! Unbedingt lesen. Der gute Mann ist zwar sehr von sich überzeugt, aber offensichtlich aus gutem Grund. Wem Europa am Herzen liegt, der lese...

  • Heinrich Hain
    2019-03-09 07:33

    Selbst wenn an den Aussagen nur 51% stimmen sollten, ist dies ein sehr, sehr schlimmes Zeichen für Europa und seine Institutionen! Schlimmer noch für die Demokratie in Europa.

  • item956
    2019-03-14 04:33

    Yanis Varoufakis schildert Vorgänge, die bei Aussenstehenden nur Kopfschütteln erzeugen. Für jeden, der die Umstände solcher Transaktionen oder sogenannter Rettungen verstehen will, ein Muss. Hier wird ausgeführt was hinter den Kulissen abläuft. Es ist jämmerlich...

  • Werner Titz
    2019-02-26 04:48

    -Yanis Varoufakis, bestgehasster Finanzminister der EU, Wirtschaftswissenschaftler von internationalem Rang, und – wie schon seine früheren Bücher bewiesen - ein Meister der Schilderung ökonomischer Zusammenhänge, schreibt in diesem Buch über die etwas mehr als 6 Monate seiner Amtszeit, über seinen Kampf mit den EU-Institutionen, seine Pläne, Kontakte, Erfahrungen und Niederlagen, und seinen vergeblichen Kampf, die eigene Partei davon zu überzeugen, dass der Kampf gewonnen werden kann.Der Autor versteht es, die aus der Erinnerung oder aus seinen Aufzeichnungen wiedergegeben Dialoge der handelnden Akteure wie in einem dramatischen Theaterstück aufzubauen. Auf der großen Bühne Europas, im Netzwerk der Fäden und Interessen die sie verbinden und der Fehden die sie gleichzeitig untereinander ausfechten, findet das Drama der Mächtigen der EU und eines kleinen Landes statt. Auf der Nebenbühne, im verarmten Griechenland; spielt das Drama (V. sagt einmal: die Farce) der ersten linken Protestbewegung die in der EU an die Macht kam, und die zwischen Unterwürfigkeit und Aufbegehren schwankt und letztendlich ein Regierungsprogramm ausführen muss das der Gegner geschrieben hat.Als einer der auszog den Mächtigen Europas das Fürchten zu lehren, stößt V zunächst auf vermeintliche Kampfgefährten. In Paris stimmt ihm Frankreichs FM Sapin enthusiastisch zu, dass es mit der von Deutschland verordneten Austeritätspolitik nicht so weitergehen kann. In der gemeinsamen Pressekonferenz danach – Sapin hatte inzwischen einen Anruf aus Berlin erhalten – vertrat er plötzlich die deutsche Haltung und verteidigt sich mit den Worten: *Yanis, du musst das verstehen. Frankreich ist nicht, was es einst war*. Dasselbe beim deutschen Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel: beim persönlichen Gespräch übt Gabriel Kritik an der Troika und daran, dass sie Griechenland zugrunde richtet, und bei der Pressekonferenz sagt er das Gegenteil. Beim Abgang gibt er V zu verstehen *dass die Koalition eben gewisse Zwänge schafft*.Innerhalb der EU-Institutionen ist V isoliert. In der Eurogruppe, dem Gremium in dem seine Vorschläge diskutiert werden sollten, findet er keine Resonanz, nicht einmal Zuhörer. Sehr pointiert ist seine Schilderung einer Sitzung:*Zuerst wetteiferten die Mitglieder von Dr. Schäubles osteuropäischen Cheerleader-Team darum, wer es schaffte sich noch schäubliger als Schäuble zu gerieren. Dann gaben die Minister von Ländern wir Irland, Spanien, Portugal und Zypern, die bereits einen Bailout hinter sich hatten – Schäubles Mustergefangene – ihren Pro-Schäuble-Senf dazu, ehe schließlich Wolfgang selbst die Veranstaltung, die er die ganze Zeit im Griff gehabt hatte, mit ein paar Bemerkungen abrundete*.Während Schäuble beim ersten Treffen mit V den Handschlag verweigerte, ergaben sich im Laufe der Zeit auch beiderseitig respektvolle Gespräche. Schäuble antwortete einmal auf die Frage, ob er, Schäuble, das Memorandum unterschreiben würde wie es von Griechenland verlangt wird: *Als Patriot, nein. Es ist schlecht für dein Volk*. Als Resümee seiner Kontakte mit Schäuble, dessen Differenzen mit Merkel offenbar waren, sagt V an anderer Stelle: *Er und ich hatten etwas Wichtiges gemeinsam. Wir waren bei allem unterschiedlicher Meinung, einschließlich des Grexit, aber eines hatten wir gemeinsam: einen Regierungschef der sich durchwurstelte*.Sein anfangs bewunderter Regierungschef, Alexis Tsipras, der als Jungstar der Linken und Heilsbringer für sein Volk angetreten war, geriet parteiintern zunehmend in den Einfluss der 'Rechten' der Partei, die bereit waren, sich der TROIKA zu unterwerfen, so wie das die Vorgängerregierungen getan hatten. Auch bei den Parteilinken fand V keinen Halt, denn die wollten Im Unterschied zu V den Bruch mit der EU und den Ausstieg aus dem Euro.Außerhalb des eigenen Landes hatte V aufgrund seiner internationalen Reputation eine sehr breite und heterodoxe Unterstützergruppe und ein hilfreiches Netzwerk, bestehend unter anderem aus Jeff Sachs, dem US-Ökonom und einflussreichen Sonderberater, den Ökonomen James Galbraith, Marina Mazzucato, Larry Summers, den Nobelpreisträgern Paul Krugman, Joseph Stiglitz, der Spitze der OECD.Auch Emmanuel Macron, damals Wirtschaftsminister, gab sich als entschiedener Gegner der Austeritätspolitik und setzte sich für die linke Regierung in Athen ein.Der Text erzeugt eine dichte Atmosphäre aus dem konkreten Ablauf politischer Ereignisse und Debatten und persönlichem Erleben. Als Beispiel dafür, wie V mit dem Dauerstress umgeht kann folgende Episode nach einer nächtlichen Sitzung gelten: *Als das Botschaftsauto mich vor dem Hotel absetzt, war es drei Uhr morgens. Die Nacht war dunkel. Brüssel wirkte trostlos. Der Regen, den der Nordwind fast horizontal durch die Stadt fegte, trommelte auf die Markise über dem Hoteleingang. Aber genau davon hatte ich seit Stunden geträumt. Statt also in mein Zimmer zu gehen, trat ich hinaus in den Regen und schlenderte ziellos durch die leeren Straßen. Es ist ein Wunder und ein Rätsel, wie der menschliche Geist aus schierer Trostlosigkeit Bilder der Freude formen kann*Das Buch liest sich spannend wie ein Krimi – was ja selten der Fall ist bei einer Geschichte deren Ende schon allzu bekannt ist. In jedem Akt des Dramas spitzt sich die Lage zu, bis zum großen Finale, in dem das griechische Volk bei der Abstimmung im Juli 2015 mit 62 % NEIN zur Fortführung des Dramas sagt, worauf der einmalige Fall eintritt, *dass eine Regierung das Volk stürzt* (wie V das Umschwenken der Regierungspartei Syriza ausdrückt) und entgegen dem Ergebnis der Abstimmung JA sagt – und sich damit dem Diktat unterwirft gegen das sie einst angetreten war.Vielleicht ist das Buch wirklich ein Krimi, einer aus dem Bereich der Wirtschaftskriminalität? Eine Geschichte in der Gläubiger das Recht der Geldeintreibung selbst in die Hand nehmen, in der Institutionen und Gremien sich über demokratische Entscheidungen, rechtliche Normen und menschliche Einwände hinwegsetzen? Nichts regt die Vertreter der EU-Institutionen mehr auf als wenn V den Begriff 'humanitäre Krise' im Protokoll haben will, als Hinweis auf die Auswirkungen der verordneten Politik auf die betroffenen Menschen.Der Begriff kommt nicht ins Protokoll, und rechtlich ist natürlich alles in Ordnung, zumindest innerhalb des Regelwerks der EU-Institutionen und gemäß den normativen Zwängen einer Währungsunion in der den Gewinnern des Systems die Verlierer gegenüberstehen und in dem Erstere, wie es die Regeln vorsehen, über Letztere die Entscheidungshoheit haben.

  • A. Kunze
    2019-03-20 01:23

    Kennen Sie noch Yanis Varoufakis? Den griechischen Finanzminister mit Lederjacke und Motorrad? Den Revoluzzer, der es in seiner kurzen Amtszeit von Januar bis Juli 2015 geschafft hat, zum Buhmann eines halben Kontinents - der Eurozone - zu werden? Ein böser Bube, werden die meisten denken.Wer die Geschichte vom hässlichen Entlein kennt, der sollte auch die Geschichte von Yanis Varoufakis kennen.Yanis Varoufakis hat jüngst ein Buch geschrieben. Mit 650 Seiten. Auf diesen 650 Seiten berichtet er über "Die ganze Geschichte". Zu dieser Geschichte gehören u.a. seine Gespräche mit den politischen und wirtschaftlichen Größen dieser Zeit. Mit Wolfgang Schäuble, Sigmar Gabriel, Emmanuel Macron, Mario Draghi, Christine Lagarde, Barrack Obama und vielen anderen. Vor allem aber geht es um politische Fairness und politische Glaubwürdigkeit. Und um Entscheidungen, Weggabelungen und Egoismen, die uns als Leser die Sprache verschlagen und uns dazu bringen, die alte verruchte Lederjacke wieder aus dem Schrank zu holen.Varoufakis war dafür bekannt, Gespräche mit seinem Handy mitzuschneiden. Um - wie er sagt - seine Wortwahl zu rekapitulieren, wenn er den Mitgliedern des Kabinetts und dem Parlament anschließend Bericht zu erstatten hatte. Heute wissen wir, dass das auch später beim Schreiben eines weitestgehend dokumentarischen Buches ungemein hilfreich ist.So spannend, mitreißend und aufrüttelnd wie im vorliegenden Fall wurde selten ein Buch über Wirtschaft, Politik und deren Entscheidungsträger geschrieben. Selbst wenn man als kritischer Leser relativierend berücksichtigt, dass Varoufakis nur seine Sicht der Dinge wiedergibt, nimmt das dem Buch nichts seiner Kraft. Denn eines muss man dem Burschen lassen: Ganz anders als es sein Outfit vielleicht vermuten ließe, bezieht er in seinem Buch zwar klar Position, unter die Gürtellinie tritt er bei seinen Widersachern und ehemaligen Wegbegleitern dabei aber nie. Der vermeintliche Rocker gibt sich hier eher als schnörkelloser Gentlemen.Es gibt Bücher mit 650 Seiten, die kann man lesen. Und es gibt Bücher mit 650 Seiten, die muss man lesen. Das neue Buch von Yanis Varoufakis gehört definitiv zur zweiten Kategorie. Zumindest, wenn man an einer ausgewogenen Auseinandersetzung mit der Politik und der Wirtschaft interessiert ist. Schließlich kennen wir aus den Berichterstattungen ja bereits hinlänglich die eine Seite der Geschichte.