Read Die deutsche Gaunersprache/Wörterbuch der Gaunersprache by L Günther Online

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KlappentextWoher kommt der Begriff Stromer Seit wann kann man mit Kies und Moos bezahlen Und wieso bezeichnet man einen Bettler auch als Schnorrer Antworten auf diese Fragen finden sich in diesem sachkundigen Werk ber die deutsche Gau nersprache Das sogenannte Rotwelsch wurde im Mittelalter von findigen Gaunern und Dieben als Geheimsprache entwickelt, um von der Obrigkeit nicht verstanden zu werden In der Folge bekam diese Sprache den Namen die Jenische oder Chochem Loschen kluge Sprache und wurde bis in das 20 Jahrhundert gepflegt Vom Jiddischen und der deutschen Mundart beeinflu t, erhielt die Gaunersprache eine eigenst ndige Grammatik und ein eigenes Vokabular Ludwig G nther erforscht in seinem Buch Deutsche Gaunersprache und verwandte Geheim und Berufssprachen die Herkunft und Bedeutung einzelner W rter Das Standardwerk aus dem Jahre 1919 gibt einen Einblick in die vielf ltigen Gauner und Geheimsprachen wie die sogenannte Kundensprache bzw Speisekarte des Landstreichers oder die Scharfrichterspra che Bereits 1833 hat J K v Train in seinem W rterbuch der Gauner und Diebessprache ber 10 000 W rter, Redewendungen, Zahlen und Eigennamen der Gaunersprache zusammenge tragen Eine Szene aus einem rotwelschen St ck spiegelt den authentischen Gebrauch der Gaunersprache wider Auch im 21 Jahrhundert wirkt die Gaunersprache zum Teil im Sprachgebrauch fort Erstmals gemeinsam in einem Band ver ffentlicht, vermitteln die beiden Werke dem Leser ein umfas sendes Bild von dieser faszinierenden Geheimsprache und lassen die spannende, fast verges sene Welt der deutschen Gauner und Ganoven wieder lebendig werden....

Title : Die deutsche Gaunersprache/Wörterbuch der Gaunersprache
Author :
Rating :
ISBN : 3899960165
ISBN13 : 978-3899960167
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : AREA Verlag ein Imprint der TANDEM VERLAG GmbH Auflage 1., Aufl Juni 2003
Number of Pages : 580 Pages
File Size : 969 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Die deutsche Gaunersprache/Wörterbuch der Gaunersprache Reviews

  • ASTRO-WOLF
    2019-01-19 12:52

    Als Hoobyetymologe suche ich immer wieder Folianten mit möglichst vielen Übersetzungen alter Worte bzw. Hinweisen auf deren Bedeutung. Wer weiß denn schon, woher die "Fleppen" kommt? Ein wirklich gutes Buch hinter dem jahrelange Detail- und Forschungsarbeit steckt - tausende unbezahlter Stunden Arbeit eines absoluten Idealisten - welches das Herz des Kenners höher schlagen lässt! Der Preis war unschlagbar günstig, im Angesicht der immensen Arbeit beschämend...

  • Sperling
    2019-01-16 17:05

    nicht geeignet, wenn man die wörterbuchfunktion braucht und nachschlagen will, so wie ich. eher eine theoretische übersichtsabhandlung. geeignet für ethymologen und linguisten.

  • weiser111
    2019-01-08 14:48

    Zwei voneinander unabhängig erschienene Werke über die "deutsche Gaunersprache", beide zwischenzeitlich mal einzeln über den verdienstvollen Repront-Verlag erhältlich gewesen, liegen hier in einem Band vor: von Trains "Wörterbuch Jenisch-Deutsch" und Deutsch-Jenisch" von 1833, und Günthers Abhandlung von 1919, die einige Essays und zeitgenössische Betrachtungen über Herkunft, Gebrauch und Varianten des Rotwelschen sowie einen Wortindex enthält. Auch wenn moderne Gauner sich nicht mehr auf Jenisch verständigen -- es gibt bis heute vereinzelt Dörfer, in denen es noch gesprochen wird: Im Hessischen, Fränkischen, in de Schweiz, und sicher auch anderswo.Beide Werke sind spannend auch für heutige Leser -- nicht, dass die Gauner, mit denen man's heutzutage zu tun hat, kein Deutsch sprächen -- aber vor allem in Trains Wörterbuch findet man viele geheimnisumwitterte Ausdrücke, die die durchaus ehrbare eigene Verwandtschaft geläufig im Munde führt, und man selber auch: (aus)baldowern, knappen (=hinken), Revech/Reibach, auflinsen... Die Entdeckerfreuden regen sich wieder mal, das Staunen an den Geheimnissen der eigenen Sprache, und manche Wörter sind so treffend, dass man sie sich unbedingt merken will zur alsbaldigen Verwendung.Ein weiteres Leckerli ist der angeblich gaunersprachliche Text samt hochdeutscher Übersetzung im Anhang -- und wenn er erfunden ist, so ist er doch gut erfunden.Man merkt es schon an den synonym verwendeten Begriffen: Jenisch, Gaunersprache, Kundensprache, Rotwelsch... (anzubieten wären auch noch z.B. Cochemer Loschen oder Lachoudisch) -- das Gewerbe war den braven Bürgern suspekt. Aber nicht nur das Gewerbe, sondern auch die Sprache und ihre Sprecher. Das nützten diese wiederum auf ihre Weise aus: So mancher biedere Wachtmeister, dem ein scheinbar kooperationsbereiter Ganove seine Sprachkenntnisse offenbarte, wurde ein weiteres Mal geleimt. Wenn dieser brave Wachtmeister nun seine "Aufzeichnungen" den Sprachforschern überließ, nahm das Unglück oft seinen Lauf... (die ersten systematischen Beschreibungen und Wörterlisten stammen nämlich von Polizeibeamten)Zur Verwirrung trägt obendrein noch bei, dass das fahrende Volk mit dem sinistren Ruf allerlei Ausdrücke anderswo ansässiger achtbarer Bürger in seinen Jargon aufnahm -- was z.B. noch im Odenwald harmloser Dialekt war, wurde schon in Heidelberg nicht mehr verstanden und als "Gaunersprache" klassifiziert. Dass aus historischen Gründen viele jiddische Ausdrücke in den Jargon sickerten, macht die Sache noch unübersichtlicher.Und genau hier liegt in beiden Werken ein dicker Hund begraben: Ein beachtlicher Teil der hier als "Rotwelsch" o.ä. etikettierten Wörter sind ganz harmloses Jiddisch oder ebenso harmlose Ausdrücke aus einem Dialekt, den der sprachbegeisterte Kriminale nicht kannte.Aus diesem Grund sind die beiden Werke von Train und Günther (und noch einige andere, noch zweifelhaftere) für Linguisten nur von bedingtem Nutzwert: Nicht nur finden sich keine Belegstellen für Trains Wörterbucheinträge, und bei Günther weiß man oft nicht, worauf seine Überlegungen fußen; man hat es leider auch mit Fehlinformation zu tun, mit sehr viel, zu viel Fehlinformation. Man lernt aber einiges über die Verfasser und ihre Zeitgenossen (von diesen sicher nicht beabsichtigt), insofern sind die beiden Werke auch heute noch sogar von wissenschaftlichem Nutzen -- allerdings eher soziologisch oder historisch als linguistisch.Fazit: Amüsant und in gewissem Grade auch lehrreich sind diese beiden Werke zweifellos. Wer sich allerdings ernsthaft mit dem Jenischen (Gaunersprache, Kundensprache, Rotwelsch, Cochemer Loschen, Lachoudisch...) befassen will, sollte besser zu Siegmund A. Wolfs Standardwerk "Wörterbuch des Rotwelschen" greifen; und auch "Das deutsche Gaunertum" von Avé-Lallement gilt trotz seines ehrfurchtgebietenden Alters noch heute als gewissenhaft recherchiert, zuverlässig und umfassend.