Read Die vier edlen Wahrheiten. Texte des ursprünglichen Buddhismus. by Klaus [Hrsg.]. Mylius Online

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Texte des urspr nglichen Buddhismus 518 S.Weltbild GmbH Augsburg 2000 Guter Zustand Good condition Pappeinband Hardcover Sprache deutsch german....

Title : Die vier edlen Wahrheiten. Texte des ursprünglichen Buddhismus.
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ISBN : 382894843X
ISBN13 : 978-3828948433
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : Augsburg, Bechterm nz Verl., 2000 Auflage Genehmigte Lizenzausg 2000
Number of Pages : 185 Pages
File Size : 695 KB
Status : Available For Download
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Die vier edlen Wahrheiten. Texte des ursprünglichen Buddhismus. Reviews

  • Andreas P. Rauch
    2019-05-18 11:49

    In "Die vier edlen Wahrheiten" sind die wichtigsten Schriften des frühen Buddhismus vereint. Die ursprünglich mündlich weitergegebenen Lehren Gautama Buddhas (etwa 560-480 v. u. Z.) wurden erst einige Jahrhunderte später niedergeschrieben, und diese Texte hat der Indologe Klaus Mylius aus dem Pali ins Deutsche übertragen und ausführlich kommentiert - Einleitung und Anmerkungen machen mit fast ein Viertel des Buches aus.Der Überlieferung zufolge lebte Gautama Buddha zunächst als Prinz an einem indischen Fürstenhof, wurde dann mit Armut, Krankheit, Alter und Tod konfrontiert und beschloß, Asket zu werden. Nach langen Jahren erlangte er beim Meditieren die Erleuchtung und lehrte danach seine Erlösungslehre. In deren Mittelpunkt steht das Leid (Unglücklichsein, Unzufriedenheit), die Ursachen des Leidens und der Weg zur Überwindung des Leidens. Um ein ausgeglichenes, zufriedenes Leben zu führen, muß man Buddha zufolge erkennen, daß wir uns mit unserer unstillbaren Begierde nach immer mehr letztlich daran hindern, einfach hier und jetzt schon "glücklich" zu sein. Zur inneren Befreiung von der Begierde und damit zur Ausgeglichenheit führt der Achtfache Pfad, ein Satz einfacher Verhaltensregeln.Neben den Grundlehren enthalten die Texte vieles, was man bei einem Religionsstifter nicht erwarten würde: Der hinduistische Opferkult der Brahmanen wird von Buddha bespöttelt und skeptisch-kritisch hinterfragt: Warum verehren die Priester Wesenheiten, denen sie (oder ihre Vorgänger) nie begegnet sind, und die nicht einmal in der Lage sind, ihnen zugedachte Opfer vor Diebstahl zu schützen? (Im Westen hätte er wohl gefragt, warum Christen Kirchen mit Blitzableitern bauen.) Ob es eine unsterbliche Seele gäbe oder einen Schöpfer des Universums - das seien müßige und ziemlich unwichtige Fragen.Der Buddhismus als Religion hat viele Elemente des Hinduismus übernommen, insbesondere die Reinkarnationslehre. Götter - im Sinne allmächtiger, ewiger Wesenheiten - kennt er nicht, und auch Buddha wird nur als ein Mensch angesehen - wenn auch ein besonders weiser. Da es im Buddhismus, verkürzt gesagt, mehr um das Lebensglück im hier und jetzt geht als um Ewige Wahrheiten, kommen die verschiedenen Richtungen des Buddhismus friedlich miteinander aus, und auch gegen die Anhänger anderer Religionen wurde und wird Toleranz geübt. Im Namen Buddhas wurden keine Hexen verbrannt und keine anderen Religionen verfolgt - was man besser versteht, wenn man ein paar buddhistische Schriften gelesen hat.Da meine Pali-Kenntnisse arg begrenzt sind, kann ich die Qualität der Übersetzung nur schwer einschätzen. Zumindest ist sie gut lesbar, und auch die Einleitung und die Anmerkungen sind verständlich und hilfreich.Die dtv-Ausgabe der "Vier edlen Wahrheiten" macht die Lehren dieses bemerkenswerten Aussteigers und Aufklärers auch für den Westler leicht zugänglich, nicht zuletzt, weil Übersetzung und Einleitung gut gelungen sind.