Read Laudato si': Gelobt seist du, mein Herr by Papst Franziskus Online

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In seiner Enzyklika mit dem Titel Laudato si Gelobt seist du besch ftigt sich Papst Franziskus als erster Papst der Geschichte ausschlie lich mit kologischen Fragen Die Anfangsworte des Sonnengesangs des heiligen Franz von Assisi hat Papst Franziskus bewusst als Titel der Enzyklika gew hlt, ist doch dieses Gebet ein Lob und Dankgebet f r die Sch pfung Gottes In sechs Kapiteln widmet sich der Heilige Vater den gro en umweltpolitischen Problemen und Fragen unserer Zeit Zun chst benennt er die Gefahren, die unsere Welt bedrohen die Umweltverschmutzung und den daraus resultierenden Klimawandel, der sich wiederum auf die nat rlichen Ressourcen wie das Trinkwasser und die biologische Artenvielfalt auswirkt Als Konsequenz sieht er die sozialen Probleme, mit denen die Menschen weltweit, vor allem aber in den Entwicklungsl ndern, zu k mpfen haben Im zweiten Kapitel setzt Papst Franziskus diesen Aspekten eine Sch pfungslehre aus christlicher Sicht entgegen Als Ursache f r die negativen Ver nderungen des kosystems sieht er die Technokratie und die egoistische Denkweise des Menschen, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen Mit seinen anschlie enden Visionen einer umfassenden kologie, appelliert Papst Franziskus an jeden einzelnen, die Sch pfung zum Wohl f r alle und die kommenden Generationen zu bewahren und zu sch tzen Im f nften Kapitel der Umweltenzyklika hat das Oberhaupt der katholischen Kirche Handlungsleitlinien f r Wirtschaft, Politik und Religionen erarbeitet, wie der zunehmende Raubbau an der Natur und die Erderw rmung gestoppt und vor allem das Bewusstsein der Menschen f r den Klimawandel gesch rft werden kann Im abschlie enden sechsten Kapitel gibt er Vorschl ge f r eine Spiritualit t der kologie, um Sch pfung und Gesch pfe wieder in Einklang zu bringen....

Title : Laudato si': Gelobt seist du, mein Herr
Author :
Rating :
ISBN : 3746242886
ISBN13 : 978-3746242880
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : St Benno 12 Januar 2016
Number of Pages : 272 Pages
File Size : 992 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Laudato si': Gelobt seist du, mein Herr Reviews

  • Wolf E. Matzker
    2019-04-19 23:27

    Diese Enzyklika von Papst Franziskus richtet sich nicht nur an Katholiken oder Christen, sondern an alle Menschen guten Willens, denen die Zukunft der Menschen und vor allem die Bewahrung der UMWELT am Herzen liegt. In der Schrift werden die negativen Ursachen in den Bereichen von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sehr klar und deutlich genannt, aber es geht nicht nur darum, sondern um nichts Geringeres als um eine grundsätzliche Wandlung des Bewusstseins und des Handelns, bei der Werte wie Achtung, Mitgefühl, GEMEINWOHL, Bewahrung der Natur, Rücksicht auf Menschen und alle Wesen auf der Erde, Bescheidenheit etc. eine Rolle spielen. Die Perspektive der Ganzheitlichkeit und der Nachhaltigkeit ist für die ganze Menschheit zentral, und deshalb richtet sich diese Schrift auch an alle Menschen.In dieser Schrift wird das urchristliche Konzept einer Menschheit, die sich gegenseitig als Brüder und Schwestern begreift, auf Wirtschaft, Sozialleben und Ökologie übertragen. Hedonistischer Egoismus, eine allmächtige Technik und Wirtschaft, ein absolutistisch verstandenes Privateigentum können keine heilsame und gesunde Welt schaffen, sondern das kann eben nur eine tiefere Form von Gemeinsamkeit. Die Erde ist "unser gemeinsames Haus"! Jeder Einzelne kann zum Frieden und zur Harmonie beitragen, aber auch das ganze System muss entsprechend ausgerichtet und gestaltet werden. Die Botschaft von Papst Franziskus für eine Welt des GEMEINWOHLS ist klar und deutlich.Man kann nur hoffen, dass sie möglichst viele zur Kenntnis nehmen, also seine Enzyklika lesen! Wenn man über ein/zwei Wochen täglich einige Abschnitte in ihr liest, dann kann einem dies Inspiration für das eigene Leben und tägliche Handeln vermitteln.Auch die Gebete am Schluss haben universelle Gültigkeit, denn es geht um den positiven Geist der globalen Gemeinschaft des Lebens, zu der auch Tiere und Pflanzen gehören, also die ganze Schöpfung!"Allmächtiger Gott,/ der du in der Weite des Alls gegenwärtig bist/ und im kleinsten deiner Geschöpfe,/ der du alles, was existiert,/ mit deiner Zärtlichkeit umschließt,/ gieße uns die Kraft deiner Liebe ein,/ damit wir das Leben und die Schönheit hüten. ... Lehre uns,/ den Wert von allen Dingen zu entdecken/ und voll Bewunderung zu betrachten,/ zu erkennen, dass wir zutiefst verbunden sind/ mit allen Geschöpfen/ auf unserem Weg zu deinem unendlichen Licht." (S.185)Ich kann die Enzyklika nur jedem wärmstens empfehlen!

  • guepo
    2019-04-24 01:36

    Des Papst Franziskus versteht es Welt und Geist auf eine Ebene zu stellen. Keine Abgehobenheit. Einfach zu lesen und wenn man es gelesen hat fragt man sich:Warum machen wir das nicht - es ist doch einfach logisch - einfach göttlich.

  • Arkadier
    2019-03-26 22:21

    .. die man gelesen haben sollte. Hier bewegt sich die katholische Kirche nach langer Zeit wieder einmal in die richtige Richtung.

  • Winfried Brinkmeier
    2019-04-12 00:34

    Papst Franziskus: Laudato si‘ – Gelobst seist du, mein Herr, Buchausgabe der Enzyklika, erschienen 2015 im Benno Verlag GmbH, LeipzigDer Titel der Enzyklika stammt aus den Gesängen des heiligen Franziskus, den der Papst nicht ohne Grund zu seinem Namenspatron erkoren hat; dies ist sein Programm. Es ist die erste Enzyklika eines Papstes, die sich mit Fragen der Umweltzerstörung an die Öffentlichkeit wendet. Diese Fragen gehen alle an, seien sie nun Christen, Angehörige anderer Religionen oder Atheisten.Zu Eingang seiner Enzyklika wird darauf hingewiesen, dass die Beiträge der Päpste durch unzählige Wissenschaftler, Philosophen, Theologen und sozialer Organisationen beeinflusst wurden. Dies schließt die Sorge ein, die gesamte Menschheitsfamilie in der Suche nach einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung zu vereinen. Deswegen lädt ein zu einem Dialog über die Art und Weise, wie wir die Zukunft unseres Planeten gestalten.Franziskus möchte einen kurzen Überblick geben über die aktuelle ökologische Krise. Er will einige Hinweise aufgreifen, die sich aus der jüdisch-christlichen Überlieferung ergeben. Dann will er zu den Wurzeln der Entwicklung vordringen, um nicht nur die Symptome zu betrachten, sondern die tiefen Ursachen. Er will einige ausführliche Leitlinien geben für Dialog und Aktion, die sowohl jeden von uns als auch die internationale Politik betreffen. Schließlich will er noch einige Leitlinien zur menschlichen Reifung vorschlagen, die von dem Schatz der christlichen spirituellen Erfahrung inspiriert sind.Im 1. Kapitel schildert der Papst, was unserer Erde derzeit widerfährt. Wenn auch die Veränderung ein Teil der Dynamik der komplexen Systeme ist, steht doch die Geschwindigkeit, die das menschliche Handeln ihr heute aufzwingt, im Gegensatz zu der natürlichen Langsamkeit der biologischen Evolution. Hinzu kommt das Problem, dass die Ziele dieser schnellen und unablässigen Veränderung nicht unbedingt auf das Gemeinwohl und eine nachhaltige und ganzheitliche menschliche Entwicklung ausgerichtet sind. Deswegen wird die Veränderung beunruhigend, wenn sie sich in eine Verschlechterung der Welt und der Lebensqualität eines großen Teils der Menschheit verwandelt.Dann tritt Papst Franziskus in die Beschreibung der bestehenden Verhältnisse ein. Es gibt Formen der Umweltverschmutzung, durch die die Menschen täglich geschädigt werden. Die Schadstoffe der Luft wirken sich aus auf die Gesundheit, besonders der Ärmsten, und verursachen Millionen von vorzeitigen Todesfällen. Dazu kommt die Verschmutzung, die alle schädigt, aufgrund des Verkehrswesens und durch Industrieabgase sowie durch Deponien, in denen Substanzen gelagert werden, die zur Versauerung von Boden und Wasser beitragen. Dazu kommt die Verschmutzung durch Müll. Unser Haus, die Erde, scheint sich immer mehr in eine unermessliche Mülldeponie zu verwandeln.Diese Probleme sind eng verbunden mit der mit der Wegwerfkultur. Das Industriesystem hat am Ende seines Zyklus von Produkten und Konsum – im Gegensatz zum natürlichen System – keine Übernahme und Wiederverwendung von Rückständen und Abfällen entwickelt. Die Auseinandersetzung mit dem Recycling wäre ein Weg, der Wegwerfkultur entgegen zu treten.Dann geht er weiter zum Klima. Das Klima ist ein gemeinschaftliches Gut von allen und für alle. Es besteht eine sehr starke wissenschaftliche Übereinstimmung darüber, dass wir uns in einer besorgniserregenden Erwärmung des Klimasystems befinden. Die Menschheit ist aufgerufen, sich der Notwendigkeit bewusst zu werden, Änderungen im Leben, in der Produktion und im Konsum vorzunehmen, um diese Erwärmung oder zumindest die menschlichen Ursachen, die sie hervorrufen und verschärfen, zu bekämpfen. Diese Erwärmung geht seit Jahrzehnten zurück auf die starke Konzentration von Treibhausgasen. Auch die zunehmende Praxis einer veränderten Bodennutzung hat sich ausgewirkt, hauptsächlich die Abholzung der Wälder.Wenn die augenblickliche Tendenz der Umweltverschmutzung anhält, könnte dieses Jahrhundert Zeuge nie dagewesener klimatischer Veränderungen und einer beispiellosen Zerstörung der Ökosysteme werden, mit schweren Folgen für uns alle. Der Anstieg des Meeresspiegels z. B. kann Situationen von äußerstem Ernst schaffen, wenn man bedenkt, dass ein Viertel der Weltbevölkerung unmittelbar oder sehr nahe am Meer lebt und der größte Teil der Megastädte sich in Küstengebieten befindet.Der Klimawandel ist ein globales Problem mit schwerwiegenden Umwelt-Aspekten und ernsten sozialen, wirtschaftlichen, distributiven und politischen Dimensionen; er stellt eine der wichtigsten aktuellen Herausforderungen der Menschheit dar. Die schlimmsten Auswirkungen werden in den nächsten Jahrzehnten auf die Entwicklungsländer zukommen. Andere Anzeichen der aktuellen Situation stehen im Zusammenhang mit der Erschöpfung der natürlichen Ressourcen. Dabei ist Trinkwasser eine Frage von vorrangiger Bedeutung. Es ist unentbehrlich für das menschliche Leben und zur Erhaltung des Ökosystems von Erde und Wasser. Die Wasservorräte werden immer knapper. Dies betrifft insbesondere Afrika. Ferner ist die Qualität des Wassers problematisch. Das Grundwasser ist an vielen Orten von Verschmutzung bedroht. Ferner nimmt an einigen Orten die Tendenz zu, diese knappe Ressource zu privatisieren. Damit wird das Wasser in eine Ware verwandelt und den Gesetzen des Marktes unterworfen. In Wirklichkeit ist der Zugang zu sauberem Wasser ein grundlegendes, fundamentales und allgemeines Menschenrecht. Einige Forscher warnen vor der Möglichkeit eines akuten Wassermangels innerhalb weniger Jahrzehnte, wenn nicht schnell gehandelt wird. Die Kontrolle des Wassers durch große weltweite Unternehmen kann sich in eine der hauptsächlichen Konfliktquellen dieses Jahrhundert verwandeln.Die Ressourcen der Erde werden auch geplündert durch ein Verständnis der Wirtschaft und der kommerziellen und produktiven Tätigkeit, das ausschließlich das unmittelbare Ergebnis im Auge hat. Das bringt Verlust von Arten mit sich. Jedes Jahr verschwinden tausende von Pflanzen- und Tierarten, auch weil die Tierpopulationen nicht mehr wandern oder frei pendeln können. Die Ozeane werden hinsichtlich des Fischbestanders unkontrolliert ausgebeutet. Dies führt zu einem drastischen Rückgang von Arten. Durch das Eindringen in tropische und subtropische Meere werden die dort vorhandenen Korallenbänke geschädigt, die eine ähnliche Funktion haben wie die Urwälder der Erde, denn sie beherbergen Millionen von Arten, wie z. B. Fische, Krabben, Molusken, Schwämme, Algen u. a. m. Wir beobachten heute maßloses Wachsen vieler Städte, das für das Leben ungesund geworden ist. Die menschliche Umwelt und die natürliche Umwelt verschlechtern sich gemeinsam. Etwa ein Drittel der produzierten Lebensmittel wird verschwendet und weggeworfen. Die soziale Ungerechtigkeit geht nicht nur Einzelne an, sondern ganze Länder. Sie zwingt dazu, an eine Ethik der internationalen Beziehungen zu denken. Diese Situationen rufen das Stöhnen der Schwester Erde hervor, die sich dem Stöhnen der Verlassenen der Welt anschließt, mit einer Klage, die von uns einen Kurswechsel verlangt. Niemals haben wir unser gemeinsames Haus so schlecht behandelt und verletzt wie in den letzten beiden Jahrhunderten.Auffallend dabei ist die Schwäche der internationalen politischen Reaktion. Die Unterwerfung der Politik unter die Technologie und das Finanzwesen zeigt sich in der Erfolgslosigkeit der Weltgipfel über Umweltfragen. Es gibt allzu viele Sonderinteressen, und leicht gelingt es dem wirtschaftlichen Interesse, die Oberhand über das Gemeinwohl zu gewinnen und zu manipulieren, um die eigenen Pläne nicht beeinträchtigt zu sehen. Das Bündnis von Wirtschaft und Technologie klammert am Ende alles aus, was nicht zu seinen unmittelbaren Interessen gehört.Indessen fahren die Wirtschaftsmächte fort, das aktuelle weltweite System zu rechtfertigen, in dem eine Spekulation und ein Streben nach finanziellem Ertrag vorherrschen. Es ist vorhersehbar, dass angesichts der Erschöpfung einiger Ressourcen eine Situation entsteht, die neue Kriege begünstigt, die als eine Geltendmachung edler Ansprüche getarnt werden.In Bezug auf die bestehende Situation und ihre Lösungsmöglichkeiten existieren verschiedene Vorstelllungen. Die einen vertreten um jeden Preis den Mythos des Fortschritts und behaupten, dass sich die ökologischen Probleme einfach mit neuen technischen Programmen lösen werden, ohne ethische Bedenken und grundlegenden Änderungen. Die anderen meinen, der Mensch könne mit jedem seiner Eingriffe nur eine Bedrohung sein und das weltweite Ökosystem beeinträchtigen. Deshalb sei es angebracht, seine Präsenz auf dem Planeten zu reduzieren und ihm jede Art von Eingriff zu verbieten.Es ist nicht Sache der Kirche, endgültige Vorschläge zu unterbreiten. Sie hat die unterschiedlichen Meinungen zu respektieren und zuzuhören. Es genügt jedoch, aufrichtig die Realität zu betrachten, um zu sehen, dass unser gemeinsames Haus stark geschädigtIm 2. Kapitel befasst sich die Enzyklika mit dem Evangelium von der Schöpfung. Darin bringt der Papst seine Glaubensüberzeugungen zum Ausdruck. Wenn wir wirklich eine Ökologie aufbauen wollen, die uns gestattet, all das zu sanieren, was wir zerstört haben, dann darf kein Wissenschaftszweig und keine Form der Weisheit beiseitegelassen werden, auch nicht die religiöse. Die Bibel sagt zur Schöpfung: „Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut“ (Gen.1,31). Diese Tatsache verfälschte auch den Auftrag, uns die Erde zu „unterwerfen“ (vgl. Gen 1,28) und sie zu „bebauen“ und zu „hüten“ (vgl. Gen 2,15). Während „bebauen“ kultivieren, pflügen, oder bewirtschaften bedeutet, ist mit „hüten“ schützen beaufsichtigen, bewahren, erhalten, bewachen gemeint. Das schließt eine Beziehung verantwortlicher Wechselseitigkeit zwischen dem Menschen und der Natur ein. Jede Gemeinschaft darf von der Erde das nehmen, was sie zu ihrem Überleben braucht. Sie hat aber auch die Pflicht, sie zu schützen und das Fortbestehen ihrer Fruchtbarkeit für die kommenden Generationen zu gewährleisten. Wir sind jedoch nicht Gott, sondern begrenzte Geschöpfe. Franziskus weist daher entschieden zurück, aus dem Auftrag „Die Erde zu beherrschen“ eine absolute Herrschaft über die anderen Geschöpfe zu folgern. Dies ist eine falsche Interpretation dieser Bibelstelle. Damit räumt der Papst mit dem alten Vorurteil auf, wir könnten mit der Erde anstellen, was wir wollten, weil sie uns untertan sei. Das Gegenteil ist der Fall. Alles ist aufeinander bezogen und die echte Sorge für unser eigenes Leben und unsere Beziehungen zur Natur ist nicht zu trennen von der Brüderlichkeit, der Gerechtigkeit und der Treue gegenüber den anderen.Das Prinzip der Unterordnung des Privatbesitzes unter die allgemeine Bestimmung der Güter und daher das allgemeine Anrecht auf seinen Gebrauch ist eine „goldene Regel“ des sozialen Verhaltens und das „Grundprinzip der ganzen sozialethischen Ordnung“, wie es Johannes Paul II. in seiner Enzyklika Laborem exercens ausdrückte. Die Kirche verteidigt zwar den berechtigten Anspruch auf Privateigentum, lehrt jedoch ebenso unmissverständlich, dass jedes Privateigentum immer mit einer „sozialen Hypothek“ belastet ist, damit alle Güter der allgemeinen Bestimmung dienen, die Gott ihnen zugeteilt hat. Der Reiche und der Arme besitzen die gleiche Würde, denn der Herr hat sie alle erschaffen (Spr 22,2).Im 3. Kapitel seiner Enzyklika befasst sich Papst Franziskus mit der menschlichen Wurzel der ökologischen Krise. Es wird nichts nützen, wenn wir allein die Symptome beschreiben, aber nicht die menschliche Wurzel der ökologischen Krise erkennen. Die Menschheit ist ein eine neue Ära eingetreten, in der uns die Macht der Technologie vor einen Scheideweg stellt. Wir sind die Erben von zwei Jahrhunderten positiver Veränderungswellen. Dabei können wir aber nicht unbeachtet lassen, dass die Nuklearenergie, die Biotechnologie, die Informatik, die Kenntnisse unserer eigenen DNA und andere Fähigkeiten, die wir erworben haben, uns eine gewaltige Macht verleihen. Nie hatte die Menschheit so viel Macht über sich selbst, und nichts kann garantierlen, dass sie diese gut gebrauchen wird. Man denke nur an die Atombomben, die mitten im 20. Jahrhundert abgeworfen wurden. Man neigt zu der Ansicht, als gingen die Wirklichkeit, das Gute und die Wahrheit spontan aus der technologischen und wirtschaftlichen Macht selbst hervor. Dem ist aber nicht so. Der moderne Mensch wird nicht zum richtigen Gebrauch der Macht erzogen. Es ist möglich, dass die Menschheit heute nicht den Ernst der Herausforderungen, die sich ihr stellen, wahrnimmt. Der Mensch ist seiner eigenen Macht, die weiter wächst, ungeschützt ausgesetzt ohne die Mittel zu haben, sie zu kontrollieren. Er mag über oberflächliche Mechanismen verfügen, doch wir können feststellen, dass er heute keine solide Ethik, keine Kultur und Spiritualität besitzt, die ihm wirklich Grenzen setzen und ihn in einer klaren Selbstbeschränkung zügeln.Die Ökonomen und Finanzexperten haben sich der Idee eines unendlichen und grenzenlosen Wachstums verschrieben. Davon sind sie begeistert. Dies Wachstum setzt aber die Lüge bezüglich der unbegrenzten Verfügbarkeit der Güter des Planeten voraus, die dazu führt, ihn bis zur Grenze und darüber hinaus „auszupressen“. Das technokratische Paradigma tendiert auch dazu, die Wirtschaft und die Politik zu beherrschen. Die Finanzen ersticken die Realwirtschaft. Man hat die Lektionen der weltweiten Finanzkrise nicht gelernt. Und nur sehr langsam lernt man die Lektionen der Umweltschädigung. Deswegen müsste es einen anderen Blick geben, ein Denken, eine Politik, ein Erziehungsprogramm, einen Lebensstil und eine Spiritualität; die einen Widerstand gegen den Vormarsch des technokratischen Paradigmas bilden.Es ist jedoch möglich, den Blick wieder zu weiten. Die menschliche Freiheit ist in der Lage, die Technik zu beschränken, sie zu lenken und in den Dienst einer anderen Art des Fortschritts zu stellen, der gesünder, menschlicher, sozialer und ganzheitlicher ist. Ansätze dazu sind schon sichtbar. Auch scheinen die Menschen nicht mehr an eine glückliche Zukunft zu glauben. Sie vertrauen nicht blind auf ein besseres Morgen von der aktuellen Lage der Welt und den technischen Fähigkeiten her. Niemand verlangt, in die Zeit der Höhlenmenschen zurückzukehren. Es ist aber unerlässlich, einen kleineren Gang einzulegen, um die Wirklichkeit auf andere Weise zu betrachten, die positiven und nachhaltigen Fortschritte zu sammeln und zugleich die Werte und die großen Ziele wiederzugewinnen, die durch einen hemmungslosen Größenwahn vernichtet wurden.Im 4. Kapitel setzt sich die Enzyklika mit einer ganzheitlichen Ökologie auseinander. Die Ökologie untersucht die Beziehungen zwischen den lebenden Organismen und der Umwelt, in der sie sich entwickeln. Alles ist miteinander verbunden. Wie die verschiedenen physikalischen, chemischen und biologischen Bestandteile des Planeten untereinander in Beziehung stehen, so bilden auch die Arten der Lebewesen ein Netz, das wir nie endgültig erkennen und verstehen. Wir sind in die Umwelt eingeschlossen, sind ein Teil von ihr und leben in ihr in wechselseitiger Durchdringung. Deswegen ist es entscheidend, ganzheitliche Lösungen zu suchen, welche die Wechselwirkungen der Natursysteme untereinander und mit den Sozialsystemen berücksichtigen. Es gibt nicht zwei Krisen nebeneinander, eine der Umwelt und eine der Gesellschaft, sondern eine einzige und komplexe sozio-ökologische Krise.Das Wirtschaftswachstum neigt dazu, Automatismen zu erzeugen und zu „homogenisieren“, mit dem Zweck, Abläufe zu vereinfachen und Kosten zu verringern. Daher ist eine Wirtschaftsökologie notwendig, die in der Lage ist, zu einer umfassenden Betrachtung der Wirklichkeit zu verpflichten. Heute ist die Analyse der Umweltprobleme nicht zu trennen von einer Prüfung des menschlichen Umfelds, des familiären Kontextes, der Arbeitsbedingungen und der urbanen Verhältnisse sowie der Beziehung jedes Menschen zu sich selbst, welche die Weise bestimmt, wie er mit den anderen und mit der Umwelt in Beziehung tritt. Es gibt eine Wechselwirkung zwischen den Ökosystemen und den verschiedenen sozialen Bezugswelten, und auf diese Weise zeigt sich ein weiteres Mal, dass das Ganze dem Teil übergeordnet ist.In einem eigenen Abschnitt zur Kulturökologie weist der Papst darauf hin, dass es neben dem natürlichen Erbe ein historisches, künstlerisches und kulturelles Erbe gibt, das ebenfalls bedroht ist. Deswegen ist bei der Analyse von Fragen, die mit der Ökologie verbunden sind, den örtlichen Kulturen Aufmerksamkeit zu schenken. Die konsumorientierte Sicht des Menschen, die durch das Räderwerk der aktuellen globalisierten Wirtschaft angetrieben wird, neigt dazu, die Kulturen gleichförmig zu machen und die große kulturelle Vielfalt, die einen Schatz für die Menschheit darstellt, zu schwächen. Das Verschwinden einer Kultur kann genauso schwerwiegend sein wie das Verschwinden einer Tier- oder Pflanzenart, oder sogar noch gravierender.Auch den Gemeinschaften der Ureinwohner mit ihren besonderen kulturellen Traditionen ist besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Wenn neue Projekte in ihre Gebiete einziehen, so ist zu berücksichtigen, dass für die Ureinwohner ihr Land nicht ein Wirtschaftsgut ist, sondern eine Gabe Gottes und der eigenen Vorfahren, die in ihm ruhen. In verschiedenen Teilen der Erde stehen sie jedoch unter dem Druck, ihr Land aufzugeben, um es für Bergbauprojekte bzw. für land- und viehwirtschaftliche Pläne frei zu lassen, die nicht auf die Schädigung der Natur und ihrer Kultur achten.Bewundernswert sind die Kreativität und die Großherzigkeit von Personen und Gruppen, die fähig sind, die Einschränkungen der Umwelt aufzuheben, indem sie die ungünstigen Wirkungen der Konditionierungen vorändern und lernen, ihr Leben inmitten der Unordnung und der Unsicherheit einzurichten. Das positive und wohltuende soziale Leben der Bewohner verbreitet Licht in einer scheinbar ungünstigen Umgebung. Manchmal ist die Humanökologie, die die Armen inmitten so vieler Begrenzungen zu entwickeln vermögen, lobenswert.Es ist erforderlich, dass die öffentlichen Plätze, das Panorama und die urbanen Bezugspunkte gepflegt werden. Denn sie lassen in uns den Sinn der Zugehörigkeit, das Gefühl der Verwurzelung und den Eindruck wachsen, “zu Hause zu sein“ innerhalb der Stadt, die uns umschließt und zusammenführt.Die Wohnungsnot ist ein großes Problem in vielen Teilen der Welt, in den ländlichen Gebieten wie in den großen Städten. Nicht nur die Armen, sondern ein Großteil der Gesellschaft leidet unter ernsten Schwierigkeiten, eine eigene Wohnung zu erlangen. Es handelt sich dabei um eine Frage der Humanökologie. Die Lebensqualität in den Städten hat viel mit den Verkehrsverhältnissen zu tun, die oft Grund für große Leiden der Bevölkerung sind. Deswegen muss man den öffentlichen Verkehrsmitteln den Vorrang geben. Die Humanökologie ist vom Gemeinwohl geprägt. Es ist „die Gesamtheit jener Bedingungen des gesellschaftlichen Lebens, die sowohl den Gruppen als auch deren einzelnen Gliedern ein volleres und leichteres Erreichen der eigenen Vollendung ermöglichen“. Das Gemeinwohl erfordert den sozialen Frieden, das heißt die Stabilität und die Sicherheit einer bestimmten Ordnung. In der gegenwärtigen Situation der globalen Gesellschaft, in der es so viel soziale Ungerechtigkeit gibt und immer mehr Menschen ausgeschlossen und ihrer grundlegenden Menschenrechte beraubt werden, verwandelt sich das Prinzip des Gemeinwohls als logische und unmittelbare Konsequenz unmittelbar in einen Appell zur Solidarität und in eine vorrangige Option für die Ärmsten. Ohne eine Solidarität zwischen den Generationen kann von nachhaltiger Entwicklung nicht mehr die Rede sein. Die Umwelt ist eine Leihgabe, die jede Generation empfängt und an die nächste Generation weitergeben muss.Welche Art von Welt wollen wir denen überlassen, die nach uns kommen, den Kindern, die gerade aufwachsen? Wir müssen uns bewusst werden, dass mit der Beantwortung dieser Frage unsere eigene Würde auf dem Spiel steht. Wir könnten den nächsten Generationen zu viel Schutt, Wüsten und Schmutz hinterlassen. Der Rhythmus des Konsums, der Verschwendung und der Veränderung der Umwelt hat die Kapazität des Planeten dermaßen überschritten, dass der gegenwärtige Lebensstil, da er unhaltbar ist, nur in Katstrophen enden kann.Im 5. Kapitel gibt der Papst nach der Analyse einige Leitlinien vor für Orientierung und Handlung vor. Die schädlichen Konsequenzen von Lebensstil, Produktionsweise und Konsumverhalten betreffen alle. Dies bedeutet in erster Linie, dass die Lösungen von einer globalen Perspektive aus vorgeschlagen werden und nicht der Verteidigung der Interessen einzelner Länder dienen. Die Technologie, die auf der sehr umweltschädlichen Verbrennung von fossilem Kraftstoff beruht – vor allem von Kohle, aber auch von Erdöl und in geringerem Maß von Gas - , muss fortschreitend und unverzüglich ersetzt werden. Politik und Unternehmertum reagieren langsam, weit davon entfernt, den weltweitern Herausforderungen gewachsen zu sein. Die weltweite Ökologiebewegung hat bereits einen langen Weg zurückgelegt. Dank des Engagements Vieler sind die Umweltfragen immer stärker in die öffentliche Tagesordnung eingegangen und haben sich in eine ständige Einladung verwandelt, langfristig zu denken. Hervorzuheben ist der 1992 in Rio de Janeiro abgehaltene Erdgipfel. Die dort getroffenen Vereinbarungen erfuhren nur ein geringes Maß an praktischer Umsetzung. Was den Klimawandel betrifft, sind die Fortschritte leider sehr spärlich. Die Reduzierung von Treibhausgas verlangt Ehrlichkeit, Mut und Verantwortlichkeit vor allem der Länder, die am mächtigsten sind und am stärksten die Umwelt verschmutzen.Die Strategie eines An- und Verkaufs von „Emissionszertifikaten“ kann Anlass zu einer neuen Form von Spekulationen geben und wäre einer Reduzierung der globlalen Ausstoßung von umweltschädlichen Gasen nicht dienlich. Die direkte Nutzung. reichlich vorhandenen Sonnenenergie setzt voraus, dass Mechanismen und Beihilfen eingeführt werden, so dass die Entwicklungsländer Zugang erhalten zur Übertragung von Technologien, zu technischer Assistenz und zu Finanzhilfen. Die Kosten wären gering, wenn man sie mit den Risiken des Klimawandels vergleicht.Dringend bedarf es internationaler Vereinbarungen, die umgesetzt werden, da die lokalen Instanzen zu schwach sind, um wirksam einzugreifen. Es fehlen globale Rahmenbestimmungen, die Verpflichtungen auferlegen, und unannehmbare Handlungen, wie z. B. die Tatsache, dass mächtige Länder schwer umweltschädigende Abfälle und Industrien in andere Länder abschieben. Das wachsende Problem der Abfälle im Meer und der Schutz der Meeresgebiete jenseits der Grenzen stellt weiterhin eine besondere Herausforderung dar. Die gleiche Logik, die es erschwert, drastische Entscheidungen zur Umkehr der Tendenz zur Erderwärmung zu treffen, unterbindet auch die Verwirklichung des Ziels, die Armut auszurotten. Wir brauchen eine verantwortliche weltweite Reaktion, die darin besteht, gleichzeitig sowohl die Reduzierung der Umweltverschmutzung als auch die Entwicklung der armen Länder und Regionen in Angriff zu nehmen. Es wird unerlässlich, stärkere und wirkkräftig organisierte Institutionen zu entwickeln, die Befugnisse haben, die durch Vereinbarung unter den nationalen Regierungen gerecht bestimmt werden, und mit der Macht ausgestattet sind, Sanktionen zu verhängen. Dass Vorhandensein einer echten politischen Weltautorität wäre dringend nötig.Das Drama der auf unmittelbare Ergebnisse ausgerichteten politischen Führung, die auch von Konsumgesellschaften vertreten wird, führt zu der Notwendigkeit, kurzfristig Wachstum zu erzeugen. Dies muss geändert werden. Über Nichtregierungsorganisationen und intermediäre Verbände muss die Gesellschaft die Regierungen verpflichten, rigorose Vorschriften, Vorgehensweisen und Kontrollen zu entwickeln. Wenn die Bürger nationale, regionale und kommunale politische Macht nicht kontrollieren, ist auch keine Kontrolle der Umweltschäden möglich. An einheitliche Lösungsvorschläge ist nicht zu denken, denn jedes Land oder jede Region hat spezifische Probleme und Grenzen. Bei eventuellen Risiken für die Umwelt, die das gegenwärtige oder zukünftige Gemeinwohl betreffen, verlangt die Situation, „dass alle Entscheidungen auf der Grundlage einer Gegenüberstellung der Risiken und der Vorteile jeder infrage kommenden Alternative getroffen werden“.Immer wieder weist der Papst in seiner Umweltenzyklika darauf hin, dass sich die Politik nicht der Wirtschaft unterwerfen darf. Und diese darf sich nicht dem Diktat einer effizienzorientierten Technokratie unterwerfen. Die Rettung der Banken um jeden Preis, indem man die Kosten dafür der Bevölkerung aufbürdet, ohne den festen Entschluss, das ganze System zu überprüfen und zu reformieren, unterstützt eine absolute Herrschaft der Finanzen, die keine Zukunft besitzt und nach einer langwierigen, kostspieligen und scheinbaren Heilung nur neue Krisen hervorrufen kann. Die Finanzkrise von 2007 – 2008 war eine Gelegenheit für die Entwicklung einer neuen, gegenüber den ethischen Grundsätzen aufmerksamen Wirtschaft und für eine Regelung der. spekulativen Finanzaktivität und des fiktiven Reichtums. Doch es gab keine Reaktion, die dazu führte, die veralteten Kriterien zu überdenken, die weiterhin die Welt regieren. Es muss die magische Auffassung des Marktes vermieden werden, dass sich die Probleme allein mit dem Anstieg der Gewinne der Betriebe oder der Einzelpersonen lösen. Dem ist eben nicht so. Innerhalb des Schemas der Rendite ist kein Platz für Gedanken an die Regenerierung und an die Kompliziertheit der Ökosysteme, die durch das menschliche Eingreifen gravierend verändert werden können. Man sollte daran denken, die Gangart ein wenig zu verlangsamen, indem man einige vernünftige Grenzen setzt und sogar umkehrt, bevor es zu spät ist. Es geht darum, den Fortschritt neu zu definieren. Eine technologische und wirtschaftliche Entwicklung, die nicht eine bessere Welt und eine im Ganzen höhere Lebensqualität hinterlässt, kann nicht als Fortschritt betrachtet werden. Das Prinzip der Gewinnmaximierung, das dazu neigt, sich von jeder anderen Betrachtungsweise abzukapseln, ist eine Verzerrung des Wirtschaftsbegriffs: Wenn die Produktion steigt, kümmert es wenig, dass man auf Kosten der zukünftigen Ressourcen oder der Gesundheit der Umwelt produziert. Das bedeutet, dass die Unternehmen Gewinne machen, indem sie einen verschwindend kleinen Teil der Kosten einkalkulieren und tragen. Wir brauchen eine Politik, deren Denken einen weiten Horizont umfasst und die einem neuen, ganzheitlichen Ansatz zum Durchbruch verhilft, indem sie die verschiedenen Aspekte der Krise in einen interdisziplinären Dialog aufnimmt. In jedem Falle wird man an die Glaubenden appellieren müssen, in Übereinstimmung mit ihrem Glauben zu leben und ihm nicht mit ihrem Tun zu widersprechen.Das 6. Kapitel befasst sich mit der ökologischen Erziehung und Spiritualität. Viele Dinge müssen ihren Lauf neu orientieren, vor allem aber muss die Menschheit sich ändern. Es fehlt das Bewusstsein des gemeinsamen Ursprungs, einer wechselseitigen Zugehörigkeit und einer von allen geteilten Zukunft. Da der Markt dazu neigt, einen unwiderstehlichen Konsum-Mechanismus zu schaffen, um seine Produkte abzusetzen, versinken die Menschen schließlich in einem Strudel von unnötigen Anschaffungen und Ausgaben. Der zwanghafte Konsumismus ist das subjektive Spiegelbild des techno-ökonomischen Paradigmas. Wenn die Menschen selbstbezogen werden und sich in ihrem eigenen Gewissen isolieren, werden sie immer unersättlicher. Während das Herz des Menschen immer leerer wird, braucht er immer nötiger Dinge, die er kaufen, besitzen und konsumieren kann.Die Umwelterziehung hat ihre Ziele erweitert. Heute versucht sie, die verschiedenen Ebenen des ökologischen Gleichgewichts zurückzugewinnen: das innere Gleichgewicht mit sich selbst, das solidarische mit den anderen, das natürliche mit allen Lebewesen und das geistliche mit Gott. All diese Bemühungen verändern die Welt. Diese Handlungen verbreiten sich in der Gesellschaft. Außerdem gibt solch ein Verhalten das Gefühl der eigenen Würde zurück, führt uns zu einer größeren Lebenstiefe und schenkt uns die Erfahrung, dass das Leben in dieser Welt lebenswert ist. Die Bereiche, in denen die Erziehung stattfindet, sind verschiedene: die Schule, die Familie, die Kommunikationsmittel, die Katechese und andere. Es ist Sache der Politik und der verschiedenen Vereinigungen, sich um eine Sensibilisierung der Bevölkerung zu bemühen. Auch der Kirche kommt diese Aufgabe zu. Alle christlichen Gemeinschaften haben bei dieser Erziehung eine wichtige Rolle zu erfüllen. Es bleibt zu hoffen, dass viele Menschen diese lesenswerte Enzyklika über das wichtige Thema „Umweltzerstörungen“ lesen, das uns alle angeht. Der Papst hat damit dies Thema aufgegriffen und erneut in die öffentliche Diskussion eingebracht, weil Lösungen dringend erforderlich sind, soll die Welt keinen bleibenden und nicht wiedergutzumachenden Schaden erleiden. Diese Enzyklika geht angemessen auf die Probleme unserer Erde ein und macht Lösungsvorschläge. Es bleibt zu hoffen, dass dem Papst, der ein großes Ansehen in der Welt aufgrund seines Amtes und aufgrund seiner persönlichen Ausstrahlung besitzt, eine Menge Menschen folgen und Politikern dadurch Anstöße zum Handeln gegeben werden; denn die Zeit drängt. Es ist schon viertel nach Zwölf!

  • Cornelis
    2019-04-07 01:19

    Es ist höchst bedauerlich, daß ein so viel beachteter, wichtiger Text mit so wenig sprachlicher Sorgfalt hergestellt wird. Die Übersetzung ist absolut unerträglich. Man muß sich mal vergegenwärtigen, mit welcher Sorgfalt z. B. Tolstoi übersetzt wird; oder ganz aktuell: mit welcher Qualität der neue Roman "Schmerz" von Zeruya Shalev übersetzt worden ist (eine Sprache, die den Inhalt befördert, und die mit Freude genossen werden kann). Exakt diese Sorgfalt und Wertschätzung des Originals hätte auch dieser Text gebraucht. Verantwortlich sind die Behörden in Rom. Vermutlich hat das ein hochdotierter Theologe gemacht, der zufällig die Originalsprache und deutsch spricht. Das reicht aber nicht. - In dieser Ausgabe ist nicht nachgewiesen, wer der Übersetzer war.