Read Kulturgeschichte der Neuzeit: Die Krisis der europäischen Seele von der Schwarzen Pest bis zum Ersten Weltkrieg by Egon Friedell Online

kulturgeschichte-der-neuzeit-die-krisis-der-europischen-seele-von-der-schwarzen-pest-bis-zum-ersten-weltkrieg

Mit einer unglaublichen Belesenheit, einem bestrickenden Witz, einem exakt wissenschaftlichen Verstand und wahrhaft subtilen Kunstgeschmack gibt Friedell unz hlige Aspekte der kulturellen Entwicklung des europ ischen und amerikanischen Menschen von der Renaissance bis zum Ersten Weltkrieg Er stellt ihn in seine u ere und geistige Umwelt, schildert seinen Alltag, seine Tracht und Sitte mit derselben evokativen Frische wie die gro en ideologischen Str mungen der Zeit Hilde Spiel Die Kulturgeschichte der Neuzeit von Egon Friedell, erstmals 1927 bis 1931 als dreib ndiges Werk herausgegeben, 1989 als einb ndige Sonderausgabe aufgelegt, 1996 in Beck s Historische Bibliothek bernommen, erscheint jetzt in neuer Ausstattung Die Darstellung besitzt spielerische Leichtigkeit, bezwingenden Charme, der das Publikum seit Jahrzehnten verf hrt Zauber des Schriftstellers Egon Friedell Wir gehen ihm mit Vergn gen auf den Leim, ohne uns je d piert zu f hlen Ulrich Weinzierl, Frankfurter Allgemeine Zeitung Friedells Kulturgeschichte liest sich dank seiner literarischen Gestaltungskraft wie ein spannender Roman Neue Z rcher Zeitung....

Title : Kulturgeschichte der Neuzeit: Die Krisis der europäischen Seele von der Schwarzen Pest bis zum Ersten Weltkrieg
Author :
Rating :
ISBN : 3406564623
ISBN13 : 978-3406564628
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : C.H.Beck Auflage 2 23 Oktober 2007
Number of Pages : 277 Pages
File Size : 573 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Kulturgeschichte der Neuzeit: Die Krisis der europäischen Seele von der Schwarzen Pest bis zum Ersten Weltkrieg Reviews

  • Dilettant
    2019-05-07 08:48

    Viel Zutreffendes ist in den vorangegangenen Rezensionen geschrieben worden. Eines noch - und nicht das Unwesentlichste denke ich - sollte hinzugefügt werden. Was Friedell dem Leser hier vorgelegt hat, ist keine wenn auch noch so gelungene Zusammenstellung von Resultaten der Geschichtswissenschaft, sondern die bewusst subjektive Schöpfung eines Künstlers, denn Geschichtsschreibung ist für Friedell eine Form der Kunst. Doch auch damit wird man Friedell nicht gerecht. Geschichtsschreibung als Kunst scheint dem Autor die einzig legitime Form zu sein, in seiner Zeit Philosophie zu betreiben. Diese Philosophie ist unsystematisch, essayistisch, provozierend, ironisch, kulturkritisch, antirationalistisch; sie ist aber nicht nur humorvoll destruierend, es spricht aus ihr ein tiefchristlicher Glaube mystischer Couleur. Auch das erwartet den potentiellen Leser.

  • Jens J. Korff
    2019-05-23 08:38

    Die Schwarte aus der Zeit um 1930 habe ich vor drei Jahren mit großer Spannung und großem Gewinn gelesen (und zwar eine schöne Ausgabe von Beck auf Bibeldruckpapier, wohl aus den frühen 1960er Jahren). Nirgendwo sonst findet man so lebendig geschriebene Porträts, die z. B. das Denken Raffaels, Shakespeares, Bacons, Descartes', Lichtenbergs oder Schuberts beleuchten. Genial, wie es Friedell in seinem intellektuellen Größenwahn schafft, den jeweiligen Stil der verschiedenen Zeitalter nachzuzeichnen. Dabei ist er in seiner eigenen Haltung erstaunlich konservativ und antidemokratisch, andererseits aber von einer erfrischenden geistigen Unabhängigkeit und einer ergreifenden Humanität geprägt, die ihresgleichen suchen.Ein paar seiner Marotten stören auch: seine maßlose Verehrung für Friedrich II. von Preußen, seine ostentative Verachtung für Österreicher, Juden und Frauen (sie so gut wie gar nicht vorkommen), seine merkwürdigen Biologismen, sein völliges Unverständnis von Darwin, Marx und der sozialistischen Arbeiterbewegung. Nun gut, man kann nicht alles in einem Buch haben.Friedells Liebe zur Welt und zu den Menschen mag man aus diesen Zeilen ablesen, die zugleich Friedells Liebeserklärung an das Mittelalter enthalten:"Man hatte eben [im Mittelalter] die Lehre Jesu voll begriffen, deren Kern in der ernsten und einfachen Mahnung besteht, zu glauben; nicht daran zu zweifeln, dass diese Welt ist und dass sie ein Werk Gottes ist; dass alles ist, auch das Geringste und Niedrigste: die Ärmsten und Einfältigsten, die Kinder, die Sünder, die Lilien und Sperlinge; dass dies alles ist, wenn man dran glaubt oder, was dasselbe ist, wenn man es liebt."(2. Kap.: Die Seele des Mittelalters, S. 93)

  • Heino Bosselmann
    2019-05-08 10:35

    Friedells fulminantes Werk dürfte etwas für Leser sein, die insofern dem klassischen Bildungsgedanken folgen, als dass sie immer noch der Geistesgeschichte Priorität einräumen und das "big picture" nicht aus dem Kaffeesatz isolierter Quellenanalysen herauslesen wollen. Hier geht es nicht um das exemplarische Prinzip, sondern noch einmal, wohl ein letztes Mal um den Versuch einer umfassenden Darstellung des westlichen Denkens. Mit eindrucksvoller Belesenheit, reichen lexikographischen Bezügen, aber mit einem ebensolchen Einfühlungsvermögen in den Geist der Epochen und Strömungen entwirft der tragische Autodidakt Friedell ein Gemälde europäischer Geschichte von Mittelalter bis Neuzeit. Er vermittelt eine Art diagnostischen Einblick, der zu zeigen versucht, aus welchen Nöten heraus die einzelnen Abschnitte europäischer Geschichte mit welchen Sehnsüchten, Idolen und Ausdrucksmitteln ihr inneres Selbstverständnis erzeugen. Das ist der Versuch einer völlig aus der Mode gekommenen idealistischen Geschichtsauffassung, gepaart mit einem Kulturpessimismus, wie er sich härter noch etwa bei Oswald Spengler findet und typisch ist für die Desillusionierungen innerhalb der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Den Zusammenklang von Politik, Wirtschaft, Technik, Denken und Kunst kann Friedell in seiner Ganzheit präsentieren. Über die historischen Darstellungen hinaus ist das Werk zudem ein literarisches Ereignis. Dem pragmatischen Leser, der vor dicken Bänden erschrickt, sei empfohlen: Man kann Friedell getrost kapitelweise lesen, indem man einen Abschnitt, der einen schon immer interessierte, einfach so herausgreift.

  • ulderico
    2019-05-20 09:47

    Seit 50 Jahren eines meiner Lieblingsbücher. Immer wieder gelesen und als Ausgangspunkt weiterer Studien benutzt. Tiefgründig und umfassend beschäftigt sich Egon Friedell mit der Entwicklung des jeweiligen Zeitgeists. Die Darstellung ist sprachlich geschliffen, dabei von großer Leichtigkeit und Eleganz des Ausdrucks. Ein überaus künstlerisches Werk zeigt uns die Geschichte der westlichen Kultur - gesehen durch ein Temperament, oder besser in genialer Zusammenschau. Prophetisch und humorvoll zugleich und bei aller persönlichen Anteilnahme von fast Zen-buddhistischem Gleichmut. Man möchte mit Walt Whitman sagen: "Camerado, hier berührst Du einen Mann!"

  • Turbine
    2019-05-01 15:25

    Das Buchformat (Stärke/ Breite/ Höhe) ist beim Lesen sehr Schlecht handhabbar.Die Schriftgröße ist für ein ermüdungsfreies Lesen zu klein.